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Amtsgerichts Gummersbach: Ein architektonischer Brückenschlag

– Mit dem Neubau des Gerichtsgebäudes Gummersbach schlägt das Architekturbüro JBR Partner aus Münster Brücken zwischen Funktion und Kommunikation

Amtsgerichts Gummersbach: Ein architektonischer Brückenschlag
Amtsgericht Gummersbach @ Philip Kistner

Zwischen bewusst unaufgeregter Formsprache und würdigender Wahrnehmung. Zwischen erforderlicher Geschlossenheit und barrierefreier Zugänglichkeit. Und zwischen dem alten und neuen Gummersbach.


Im Rahmen der Revitalisierung des ehemaligen Industriestandortes der auf Anlagenbau spezialisierten L. & C. Steinmüller GmbH entstand zwischen März 2017 und Januar 2019 aus einem Materialmix von Stahlbeton, Ziegel, Glas, Keramik und Aluminium ein würfelförmiger Flachdachbau über fünf oberirdische und einer teilunterkellerten Etage. Die zeitlos moderne, diszipliniert detaillierte, rasterförmige Fassadenstruktur des neuen Amtsgerichts schafft Klarheit und unterstreicht dabei den seriösen, ernsthaften Charakter des öffentlichen Gebäudes.

Die kompakte äußere Erscheinung öffnet sich im Inneren zu einer geschossübergreifenden, großzügigen Raumgestaltung mit zahlreichen individuellen sowie kollektiven Begegnungsmöglichkeiten. Das Bauwerk entspricht darüber hinaus den hohen funktionalen und sicherheitsrelevanten Anforderungen an ein Gerichtsgebäude und setzt sich aus Gerichtssälen unterschiedlicher Größen, Büro- und Verwaltungsflächen, Grundbucharchiven und Arrestierungseinrichtungen zusammen. Insgesamt schafft der Neubau Raum für derzeit 90 Mitarbeiter des Amtsgerichts sowie der ambulanten, sozialen Dienste und für Richter.

Die visuelle Akzentuierung des markanten, fast quadratischen Kubus als Bauwerk mit gesellschaftlichem Gewicht - aber ohne totalitärer Präsenz - stand im Mittelpunkt meiner fotografischen Arbeit vor Ort. Für die Außenfassade habe ich die horizontalen Raumkanten des Gebäudes betont, um Volumeneinschnitte sowie Farbakzente gezielt in Szene zu setzen. Die bewusst reduzierte Formensprache sowie die hochwertige Materialauswahl kommen hingegen optimal in der Zentralperspektive zur Geltung.

Im Inneren des Gebäudes hat mich vor allem die architektonische Öffnung zu einem transparenten und vielschichtigen Raumkontinuum fasziniert. Meine Aufnahmen zeigen, wie sich die Farbtonwechsel der Außenfassade in vielen Funktionselementen wie z.B. Treppen, einem Raum- und Wegeleitsystem sowie in der Ausformung einzelner Wartebereiche fortsetzt. 

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Innenarchitektonisch wurde außerdem viel Wert darauf gelegt, aus dem Gerichtsgebäude einen Ort der Begegnung und des kommunikativen Austausches zu machen. Das konnte ich nicht nur in den Gerichtssälen dokumentieren, sondern auch in den Gesprächs- und Aufenthaltsbereichen.


Darüber hinaus gehörte das technisch wie optisch zeitgemäß umgesetzte Grundbucharchiv im Untergeschoss zu den absoluten Highlights meiner Fotoproduktion. In den Aufnahmen wird deutlich, dass sich selbst hier der architektonische Grundgedanke des gesamten Gebäudes als Spannungsfeld aus präzisem Grundraster, geradliniger Formsprache und Reduktion auf das Wesentliche widerspiegelt.


“Philip Kistner führt unsere Arbeit, den langen und auch teilweise harten Prozess vom Entwurf bis zum fertigen Gebäude, mit seinem Einsatz und seiner Hingabe wie selbstverständlich fort. Durch seine Fotografien wird das Gebäude für alle wahrnehmbar und macht seine Nutzer stolz. Das Ergebnis entfacht in uns die Leidenschaft für neue Projekte!”

Ruth V. Nienhaus, JBR Partner
Amtsgericht Gummersbach @ Philip Kistner

Meine Arbeiten zum Neubau des Amtsgerichts Gummersbach werden auf der Website des Architekturbüros JBR Partner präsentiert und ergänzen das Projektportfolio des Büros sinnvoll. Darüber hinaus wurden einige Aufnahmen auch prominent auf der Internetpräsenz des Amtsgerichts Gummersbach selbst publiziert. Durch die visuell ansprechenden Fotografien, die das Entwurfskonzept von JBR auf den Punkt bringen und täglich von vielen verschiedenen Zielgruppen gesehen werden, entsteht auch ein positiver Reputationseffekt für das Architekturbüro selbst.


Im Vorfeld der Produktion kamen sowohl das Amtsgericht, als auch der planende Ingenieur (Aupers Ingenieure) auf mich zu, um vom Cost Sharing Modell zu profitieren. Dabei geht es darum, dass sich Projektpartner zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammenschließen und zusammen einen Bildpool erwerben. Die (zusätzlichen) Kosten werden durch die Anzahl der Projektpartner geteilt - so profitieren alle beteiligten Parteien. Mehr zum Cost Sharing erfahren Sie in diesem Wissens-Artikel.


Übrigens: Wie Sie als Architekt eine Vielzahl von internen und externen Kanälen zur visuellen Vermarktung und Publikation Ihrer Projekte nutzen können, erfahren Sie in unserem Praxis-Guide “Marketing für Architekten”.

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