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Architekturfotografien aus Monaco

– Eine visuelle Geschichte über Verdichtung und den fehlenden Luxus von mehr Raum am reichsten Ort der Welt.

Architekturfotografien aus Monaco
Städtebau in Monaco @ Philip Kistner

Kontraste, überall: Wer schon einmal in Monaco war und mit offenen Augen den Zwergenstaat besichtigt hat, dem fällt schnell auf, dass zwischen Image und Realität eine nahezu erschütternde Diskrepanz herrscht. Auf knapp zwei Quadratkilometern leben mittlerweile über 38.500 Menschen. Der Platz zwischen Meer und Bergen ist vollständig ausgebeutet, so wirkt das Fürstentum wie eine extrem komprimierte Version einer modernisierten, mediterranen Großstadt.

Da für die Bewohner des zweitkleinsten Staates der Welt, und die, die es gern werden möchten, Kapital in der Regel keine Rolle spielt, herrscht in Monaco dennoch ein seit Jahrzehnten anhaltender Bauboom. Ständig wird erneuert, erhöht, im Fels neuer Raum geschaffen und auf Stelzen ins Meer gebaut. Quadratmeterpreise von durchschnittlich 35.000 Euro machen es möglich. Was auf der Strecke bleibt ist ein ästhetisch ansprechendes Stadtbild sowie Lebensraum für die Bewohner Monacos. So bleibt dem Spielplatz der Internationalen Schule am Yachthafen nichts anderes übrig, als mit dem Flachdach des Gebäudes Vorlieb zu nehmen.

In meinem Bildband “MONACO - Die Verdichtung” dokumentiere ich fotografisch, welche visuellen Folgen starkes Wachstum auf sehr begrenzter Fläche hat. Die im Buch verwendeten Bildkombinationen eröffnen dabei einen visuellen Kontext, der assoziativ und fotografisch Fragen zur Lebensqualität in Monaco stellt.

Die Fotoserie, entstanden während mehrerer, jeweils einwöchiger Aufenthalte im Fürstentum, ist ein gutes Beispiel dafür, was Architekturfotografie leisten kann. Wer noch nicht in Monaco war und sich nicht selbst von den Auswüchsen des Immobilienbooms überzeugen konnte, für den hat mein Bildband eine aufklärerische Funktion. Im Gegensatz zu den Bildern aus Hochglanzmagazinen, die Monaco als lebens- und erstrebenswerte Luxus-Enklave darstellen, lenke ich die Aufmerksamkeit auf eine andere Seite der Stadt und zeige die an vielen Stellen bröckelnde Fassade eines städtebaulichen Phänomens.

Durch die chamäleonartige Veränderung des Stadtbildes ist mein Bildband auch als historisches Dokument zu betrachten und zeigt Monaco im Kontext der Zeit. Darüber hinaus stelle ich bewusst die städtebauliche Philosophie, die häufig egozentrisch und brutal wirkt, in Frage. So nutze ich Architekturfotografie als direkten Kommentar eines Zitats von Fürst Rainier III. von Monaco: “Wer sich Sorgen macht, dass die Welt durch Überbevölkerung verarmt, der soll nur nach Monaco blicken. Hier leben die reichsten Menschen am dichtesten besiedelten Ort des Globus”.

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Nicht ohne Grund habe ich den Autor und freien Journalist Thomas Veszelits dafür gewinnen können, die Begleittexte zu meinem 108 Seiten starken und mit 70 Fotoaufnahmen gefüllten Bildband zu schreiben. Er veröffentlichte bereits die in mehrere Sprachen übersetzte Hofchronik „Die Grimaldis“ sowie „Die Monaco AG“ und hat sich daher einen Ruf als ausgewiesener Monaco-Kenner gemacht.

Die Inspiration und Notwendigkeit für dieses Projekt vermittelte mir mein Mentor Tomas Riehle. Er gilt als einer der “stilsichersten Interpreten moderner Architektur, die es in Deutschland je gab” - Zitat Rolf Sachsse. Während meiner Assistenzzeit habe ich die Wichtigkeit eigener Projekte mit künstlerischem Anspruch zu schätzen gelernt. Eine ideale Vorlage dafür fand ich in Tomas’ Langzeitprojekt “Rheinbrücken”, in dem er über Jahre hinweg kleine wie große Brücken über Europas mächtigsten Fluss visuell festhielt.



“Abbilden, im Sinne von Verdoppeln, hat mich nie interessiert. Fotografie ist eigentlich immer Interpretation.“

Tomas Riehle, Architekturfotograf
Fassadendetail in Monaco @ Philip Kistner

In meinem MONACO-Projekt wende ich daher nicht nur sehr viel fachliches Knowhow an, das ich bei Tomas erlernt habe, sondern trage auch seine faszinierende Denk- und Herangehensweise an Architekturfotografie in die Zukunft. Wenn Sie mehr zu Tomas Riehle und zu seinem Einfluss auf meine Arbeit als Architekturfotograf erfahren möchten, lade ich Sie dazu ein, diesen Beitrag zu lesen.

Bis heute bereitet es mir Freude, gute Architekturfotografie mit guter physischer Gestaltung zu einem grafischen Gesamtkunstwerk zu vereinen. Mein Bildband “MONACO - eine Verdichtung” vertreibe ich derzeit in limitierter, nummerierter Auflage als Sonderdruck im Eigenverlag. Preis auf Anfrage.

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